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Keine 0815-Arbeit

Jeder Bachelorstudent steht am Ende seines Studiums vor der Frage, was für ein Thema wähle ich für meine Bachelorarbeit. Die meisten gehen dabei auf Nummer sicher und wählen ein solides, gut recherchierbares Thema. Anders unser Grafikstudent Norbert Szram. Er hat das Risiko gewagt und sich mit seinem Thema auf ein heikles Terrain begeben. Ob er damit erfolgreich war, erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen.

Das Thema der Bachelorarbeit lautete: Generierung einer Unternehmensidentität für ein Startup-Fashion-Label, das unter dem Namen „Glimpse“ für fair gehandelte und fair produzierte Bekleidung im Kampf für humanitäre Werte und gegen »Human Slavery« steht.

Geplant ist eine Zusammenarbeit mit der Organisation „Destiny Rescue“. Diese befreit unter anderem Frauen und Mädchen in Thailand aus Prostitutionsringen. Mit „Glimpse“ wird diesen Mädchen und Frauen die Möglichkeit einer Ausbildung gegeben. Sie werden gerecht entlohnt, erhalten eine wertschätzende Behandlung und die Möglichkeit, ihr eigenes Leben zu finanzieren.

Die erste Frage bezieht sich ganz klar auf das Thema. Wie kommt man auf solches Thema?

„Auf die Idee kam ich durch eine Freundin, die ein Projekt aus den Bereichen Mode und soziales Engagement verwirklichen wollte, aber noch keinen strukturierten Plan für die Umsetzung hatte. Daher haben wir uns zusammengesetzt und ein Unternehmenskonzept aufgestellt. Darauf basierte dann auch meine Bachelorarbeit.“

Was ist der (wirtschaftliche) Gedanke hinter diesem Projekt?

Insgesamt ist eine Win-Win-Situation angedacht: Der Käufer erhält ein modisches, sauber genähtes Kleidungsstück, das mit anderen Produkten der Sparte mithalten kann, und die Produzierenden müssen sich aufgrund fairer Behandlung nicht »versklaven« lassen.

Was würdest du als besonderes Highlight deiner Arbeit bezeichnen?

„An und für sich bin ich der Auffassung, dass schon die Idee an sich ein Highlight ist. Besonders gut finde ich die Etiketten auf jedem einzelnen Kleidungsstück. Hier wird nicht einfach festgehalten, aus welcher Materialzusammensetzung die Kleidung ist und woher sie kommt, sondern jeder, der an diesem Kleidungsstück mitgearbeitet hat, wird auf dem Etikett mit einem Kürzel verewigt. Dieses Kürzel kann auf der Webseite dann den Personen mit Bild zugeordnet werden. Jeder Käufer hat damit die Möglichkeit, sich genau anzuschauen, wer sein Kleidungsstück entworfen und genäht hat.“

Was war das Schwierigste bei diesem Projekt?

„Die richtige Ansprache bzw. Tonality zu treffen. Wir wollten uns auf keinen Fall in den Vordergrund stellen. Es sollte nicht, wie es bei den meisten Organisationen der Fall ist, im Mittelpunkt stehen mit dem, was wir für die armen Frauen tun. Vielmehr war es uns wichtig, die Frauen in den Vordergrund zu stellen und sie nicht als Opfer darzustellen, sondern als Persönlichkeiten, die selbst bestimmen und handeln können. Es sollte eine Kommunikation auf gleicher Ebene und nicht von oben herab zustande kommen.“

Die Idee und das Konzept wurde mit der Note 1,5 belohnt. Dadurch zeigt sich, dass es sich mit viel Engagement und Eigeninitiative lohnen kann, auch mal Glatteis zu betreten. Das Konzept kam sehr gut an, wie sieht es denn mit der Umsetzung des Projektes aus?

„Natürlich konnten bisher noch nicht alle Ideen, die wir hatten und niedergeschrieben haben, umgesetzt werden. Dafür war die Zeitspanne einfach zu kurz. Aber auch mit Beendigung der Bachelorarbeit werden wir weiter an diesem Projekt arbeiten und versuchen, es in den nächsten Monaten weiter umzusetzen. Bis dahin müssen aber noch viele (auch rechtliche) Instanzen bewältigt werden.“

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